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Vize-Kirchenpräsidentin Scherf

Online-Andacht: Dem Tod mit dem Leben entgegentreten

Ulrike Scherf im Talar

Ulrike Scherf im Talar

Wo können Menschen heute Ostern spüren? Die Stellvetretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf, geht den Spuren des Osterfestes nach und findet es in den USA.

Ostern ist das Fest des Lebens. Christinnen und Christen feiern überall auf dieser Welt an diesem Tag: das Leben ist stärker als der Tod. Diese Botschaft hat nicht nur eine Bedeutung am Ende des Lebens, sondern sie prägt schon hier und jetzt das Leben. Immer da, wo das Leben stärker ist als der Tod, ist etwas von Ostern spürbar.

Glaube motiviert zum Handeln 

In diesen Tagen blicken viele auf den 50. Todestag von Martin Luther King, den großen  US-amerikanischen Bürgerrechtler. Er hat mit seinem Leben gezeigt, wie sein christlicher Glaube ihn zum Handeln motiviert. Er war eine der Führungsfiguren der afro-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und inspirierte zahlreiche Menschen mit dem Verzicht auf Gewalt für die eigenen Überzeugungen einzustehen. Gewaltloser Widerstand – das ist eine Osterbotschaft. Dem Tod nicht mit dem Tod begegnen, sondern mit dem Leben. Gewalt nicht mit Gegengewalt bekämpfen, sondern mit zivilen Konfliktlösungen.

Liebe kann Hass besiegen 

King selbst hat dies so formuliert: „Finsternis kann Finsternis nicht vertreiben; das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben; das kann nur die Liebe“.

Leben ist stärker als der Tod  

Der Osterbotschaft im eigenen Leben Raum geben, heißt: sich an dem orientieren, was dem Leben dient. Nicht nur dem eigenen. Das muss nicht aus eigener Kraft gelingen, sondern Menschen dürfen sich  dabei getragen wissen: durch Gott und seinen Geist, der belebt und begleitet und inspiriert. Ja, denn immer da, wo das Leben stärker ist als der Tod, ist etwas von Ostern spürbar.


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